
Hochschule: Ostkreuzschule Für Fotografie
Website: michelkekule.com
Instagram: @michelkekule
Das 101. Neubaugebiet der ehemaligen DDR liegt im Südwesten Thüringens. Plattenbauten, lieblos renoviert, halb zerfallen, grauer DDR-Waschbeton: Hier leben ca. 5.000 Menschen in Depression, Sucht und Armut. Über Monate hat Michél Kekulé eine heterogene Gruppe Menschen begleitet, die sich trotz Perspektivlosigkeit und sozialer Ausgrenzung gegenseitig hilft und unterstützt. Der Fotograf – ein „Nachwende“-Kind – beschreibt seine Verbindung zu der Gegend im Osten, in der er Teile seiner Jugend verbrachte. „Mutterland“ ist eine stille, monochrome Betrachtung von Ungerechtigkeit und Schmerz, verratenen Hoffnungen und falschen Versprechen. Es geht um das Gefühl des unausweichlichen und schweren Verlusts, um Generationen auf der Suche nach ihrer Identität, geprägt von einem Land, das nicht mehr existiert, um Dissonanzen und wiederkehrende existenzielle Ängste. Ein Echo der Zeitgeschichte und die Frage nach den Leben, die möglich gewesen wären.
Einige Protagonist:innen sind inzwischen verstorben. Die Arbeit hält das Leben dieser Menschen fest, weil der Fotograf sie schätzte. Man soll sich an sie erinnern. (In stiller Anteilnahme, Februar 2024)














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